OX-UHA Magnesium
PEO Magnesium
Micron hat eine innovative PEO-Anodisierungsbehandlung (Plasma Electrolytic Oxidation) für Magnesium mit der Bezeichnung OX-UHA entwickelt. Diese Behandlung gewährleistet einen ausgezeichneten Schutz gegen Korrosion und Verschleiß, welcher die Schutzeigenschaften jeder anderen chromfreien Magnesiumschutzbeschichtung übertrifft.
Aufgrund der gesundheitlichen und umweltbezogenen Bedenken in Verbindung mit sechswertigem Chrom ist OX-UHA zum wichtigsten alternativen Verfahren geworden.
Sie kommt mit Erfolg an unterschiedlichsten Komponenten im Automotive-Bereich, in der Luft- und Raumfahrt und im Motorsport zur Anwendung, z.B. Motorradfelgen und Flugzeugteile.
Beim Anodisierungsprozess wird das Magnesium in eine dichte und kompakte Magnesiumoxidschicht umgewandelt, die eine gleichmäßige Schichtdicke auf der gesamten Außenoberfläche aufweist. Sie ist durch eine helle Färbung gekennzeichnet und kann als abschließende Schicht oder als Primer für eine nachfolgende Lackierung, die die Korrosionsbeständigkeit zusätzlich verbessert, genutzt werden.

AUSGEZEICHNETE VERSCHLEISSFESTIGKEIT
Anders als bei den traditionellen Anodisierungsbehandlungen kommen beim OX-UHA-Prozess hohe Ströme zum Einsatz, um ein Plasma auf der Oberfläche des Teils zu bilden. Auf diese Weise entsteht ein Mikroschmelzen der Oxidschicht, die mineralisiert und sich verdichtet, wodurch Härte und Verschleißfestigkeit zunehmen.
OPTIMALE KORROSIONSBESTÄNDIGKEIT
Die kompakte Keramik-Oxidschicht schützt das Magnesium in vielen aggressiven Umgebungen gegen Korrosion und bietet im Vergleich zu den traditionellen Anodisierungs- oder Chromatierungsbehandlungen von Magnesium einen besseren Schutz.
UMWELTVERTRÄGLICH, FREI VON Cr6+
Der Prozess verwendet weder giftige chemische Substanzen noch sechswertiges Chrom und hat folglich nur sehr geringe Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit.
LACKIERBAR
Die Oberflächenmorphologie garantiert eine optimale Haftung für eine nachfolgende Lackierung. Die Kombination aus OX-UHA und Lackierung ermöglicht eine besonders hohe Korrosionsbeständigkeit.
TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN
Zusammensetzung und anwendbare Normen
| Zusammensetzung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Die OX-UHA-Behandlung wandelt das Grundmagnesium in eine kompakte Schicht aus Magnesium- und Aluminiumoxiden um. | ||||
| Mg | O | Al | P | Verunreinigungen |
| 35÷45% | 40÷50% | 5÷15% | 3÷7% | In Abhängigkeit von der Legierung |
| RoHS-Konformität |
|---|
| Erfüllt die RoHS-Vorgaben. Es sind keine Stoffe mit Verwendungsbeschränkungen oberhalb der zulässigen Höchstkonzentrationen vorhanden. |
| REACh-Konformität |
|---|
| Erfüllt die REACh-Vorgaben. SVHC sind nicht in Mengen von mehr als 0,1 % Gewichtsanteil vorhanden. |
Anodisierbare Legierungen
| Anodisierbare Legierungen |
|---|
| Magnesiumlegierungen |
| Alle üblicherweise verwendeten Magnesiumlegierungen |
Beschichtungsdicke und optisches Erscheinungsbild
| Beschichtungsdicke | |
|---|---|
| Standarddicke | Toleranz |
| 10µm | ±5µm |
| Variable Dicke je nach Geometrie der Bauteile. In Bohrungen und Innenbereichen ist die Dicke geringer. | |
| Optisches Erscheinungsbild |
|---|
| Mattweiße Farbe. Die Oberflächenrauheit erhöht sich auf ca. Ra 0,8-1,0. |
Tribologische Eigenschaften
| Härte | ||
|---|---|---|
| Die Oberflächenhärte von OX-UHA variiert in Abhängigkeit von der behandelten Legierung. | ||
| Härtewert | Legierung | |
| 500±100HV | AZ61 | |
| Verschleißfestigkeit |
|---|
| Dank der hohen Härte der Schicht weist die OX-UHA-Behandlung eine hohe Verschleißfestigkeit auf, die der jeder anderen Behandlung von Magnesiumlegierungen überlegen ist. |
Chemische Eigenschaften
| Korrosionsbeständigkeit | ||
|---|---|---|
| Die kompakte Oxidschicht der OX-UHA-Behandlung ermöglicht eine hohe Korrosionsbeständigkeit, die über der durch Chromatierung von Magnesiumlegierungen oder durch Standard-Anodisierungsprozesse erzielten Beständigkeit liegt. | ||
| Richtwert der Korrosionsbeständigkeit | Legierung | |
| NSS nach ISO 9227 - Dicke 10 μm - korrodierte Oberfläche < 5% | ||
| ≥240 Stunden | AZ61 | |
| Chemische Beständigkeit | |
|---|---|
| Richtwerte der Beständigkeit gegenüber dem jeweiligen Medium. Die tatsächliche Medienbeständigkeit muss in jedem Fall unter Einsatzbedingungen geprüft werden. | |
| Kohlenwasserstoffe (z.B. Benzin, Diesel, Mineralöl, Toluol) | |
| Alkohole, Ketone (z.B. Ethanol, Methanol, Aceton) | |
| Neutrale Salzlösungen (z.B. Natriumchlorid, Magnesiumchlorid, Meerwasser) | |
| Verdünnte reduzierende Säuren (z.B. Zitronensäure, Oxalsäure) | |
| Oxidierende Säuren (z.B. Salpetersäure) | |
| Konzentrierte Säuren (z.B. Schwefelsäure, Salzsäure) | |
| Verdünnte Basen (z.B. verdünntes Natriumhydroxid) | |
| Oxidierende Basen (z.B. Natriumhypochlorit) | |
| Konzentrierte Basen (z.B. konzentriertes Natriumhydroxid) | |